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Wissenschaftliche Arbeit: Gestaltungsvorschläge zur Verteilung von Kosten und Nutzen qualifizierter elektronischer Signaturen

Department:
Art: Diplomarbeit
Subject: Gestaltungsvorschläge zur Verteilung von Kosten und Nutzen qualifizierter elektronischer Signaturen
Start Date:
Duration:
Tutor: Dr. Heiko Roßnagel
Inspection: Impossible
Die elektronische Signatur wurde 1997 in Deutschland durch das Signaturgesetz in den juristischen Bereich eingeführt. Aufgrund der EG-Richtlinie 1999/93/EG musste das Gesetz geändert werden. Das novellierte Signaturgesetz trat 2001 in Kraft. Eines der Ziele der (qualifizierten) elektronischen Signatur ist die Gleichstellung mit der handschriftlichen Unterschrift, wodurch elektronisch übermittelte Anträge und Aufträge einen rechtsgültigen Charakter bekommen sollen. Jedoch hat sich die elektronische Signatur noch nicht in solchem Maß umgesetzt, wie es von den Gesetzgebern gedacht war.

Ziel meiner Diplomarbeit soll sein, die Kosten und Nutzen der betroffenen Parteien aufzuzeigen, die durch eine elektronische Signatur entstehen. Im Falle einer nicht ausgewogenen Verteilung der auftretenden Vorteile und Nachteile in der Nutzung der elektronischen Signatur (wovon ich ausgehe, da sie sich ansonsten schneller durchgesetzt hätte) möchte ich Methoden aufzeigen, durch die die Vor- und Nachteile durch die Nutzung der elektronischen Signatur angemessener verteilt werden.

Zu Beginn der Diplomarbeit möchte ich grundlegende Sachverhalte erklären: Welcher Zweck wird durch eine Unterschrift verfolgt, was ist eine elektronische Signatur, wie wird eine elektronische Signatur erstellt, wo wird diese aufbewahrt, welche Vorteile kann sie für die verschiedenen Parteien bringen, was sind Public Key Infrastructures? Durch diese Grundlagen soll es einem Außenstehenden ermöglicht werden, die nachfolgenden Ausführungen nachzuvollziehen. Daraufhin möchte ich die verschiedenen Möglichkeiten aufzeigen, durch die die elektronische Signatur an die betroffenen Bürger ausgegeben werden kann. Dies werden mitunter sein: einzelner Kauf, digitaler Personalausweis, Krankenkassenkarten und EC-Karten.

Im nächsten Schritt werden einige Projekte genannt und erläutert, bei denen die elektronische Signatur zum Einsatz gekommen ist. Zu nennen wären unter anderem ELSTER, DIGANT, Projekt 53 aus dem Bundesland Niedersachsen und eine UNICARD.

Der nächste Abschnitt beschäftigt sich mit den Kosten, die durch die Projekte aufgetreten sind, und den Nutzen, die dadurch für die verschiedenen Parteien entstanden sind. Hierbei möchte ich, wenn dies durch Zahlen belegt werden kann, lieber quantifizierte Größen an Stelle von qualifizierten Maßen angeben. Im nächsten Punkt soll eine Analyse über die Verteilung der Kosten und Nutzen erfolgen, die die gesamte Volkswirtschaft (also die Wohlfahrt) optimieren. Ich denke, dass der überwiegende Teil des Nutzens bei den Unternehmen und auf staatlicher Seite liegt, da sich momentan noch nicht so viele Bürger eine elektronische Signatur besorgt haben und der Nutzen für sie somit wahrscheinlich noch gering ist. Meiner Meinung nach liegen bei der elektronischen Signatur externe Effekte vor. Für den Bürger sind dies negative externe Effekte, und für den Staat und für Unternehmen sind es positive externe Effekte. Die Vorteile, die der Bürger durch die elektronische Signatur erlangt, sind geringer als die Kosten, die er zur Beschaffung und Unterhaltung der elektronischen Signatur aufbringen muss. Hingegen erhalten der Staat und der Unternehmensbereich einen größeren Nutzen durch die elektronische Signatur als die anfallenden Kosten. Das Verhältnis Kosten/Nutzen ist somit nicht optimal. Es muss also eine Verteilung des Nutzens von der Unternehmens- und Staatsseite auf den Bürger stattfinden. Ich möchte zuerst den Begriff „externe Effekte“ erklären und allgemeine Lösungsvorschläge zur Beseitigung darstellen und anschließend einen Transfer auf das Thema, die elektronische Signatur, vornehmen. Zum Schluss folgt eine Zusammenfassung der Diplomarbeit.